Beiträge von KralovaRecht

    Hallo zusammen, :-)


    ich habe mich kürzlich damit beschäftigt, meinen Blog datenschutzkonform zu gestalten um u. a. Abmahnungen so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Wenn ihr Google Analytics nutzt, dann müsst ihr nach geltendem Recht einen schriftlichen Vertrag mit Google aus Irland abschließen. Wusstet ihr das? Ich habe es hier möglichst einfach zusammen gefasst:


    http://buff.ly/1ObBdpb


    Viele Grüße :-)

    @Cedric97


    Das ist richtig: Sobald Du Wertungen, auch á la Tagebuch "Wir waren gestern da und da essen und es war schön", veröffentlichst, ist der Blog geschäftsmäßig bzw. gewerblich. Er wird in jedem Fall gewerblich, sobald du einen Werbebanner oder bezahlten Artikel einstellst. Ich denke, dass bei Geschenken / zur Verfügung gestellten Produkten kein Gewerbe angemeldet werden muss.


    Sobald du Einnahmen hast musst du die dem Finanzamt melden (keine Sorge, die sind nicht so schlimm wie ihr Ruf :-) ). Dort musst du ein kleines Formular ausfüllen und die Einnahmen dort immer anzeigen (z. B. per Fax). Am Ende des Jahres gibst du die Einnahmen dann auch in der Steuererklärung an. Wegen den Exemplaren: Frag dort einfach mal nach (geht auch per Mail), wie das ist. Die werden dir sicher gerne antworten.


    Du kannst natürlich auch gleich ein Gewerbe anmelden, wenn es sich z. B. bei dir mit der Vorsteuer lohnen würde. Das kostet etwas und du hast verhältnismäßig viel Papierkram zu erledigen.


    Angaben ohne Gewähr - Das war keine Rechtsberatung. Im Zweifel einen kompetenten Anwalt fragen :-)

    Danke euch beiden. Freut mich, dass euch der Blog gefällt :-)


    @Cedric97 Ich sehe, dass du Informationselektroniker bist. Hast du vielleicht Lust, einen Gastartikel über dein Thema zu schreiben? Mein letzter Beitrag war z. B. über einen Vorfall im Bereich der Informationstechnologie [Trojaner], vielleicht hast du Lust, mit einem Artikel daran anzuknüpfen?


    @Janina_La231 Ich sehe das genau so wie du, wobei viele der in trockenem "Juristendeutsch" verfassten Urteile teilweise echt spektakulär sind, wenn man sich näher damit befasst. Man kann als juristischer Laie auch viel daraus lernen und geht etwas vorsichtiger und bewusster durchs Leben. Ich habe für eine Lokalzeitung angefangen, über Gerichtsverhandlungen zu schreiben, und da wurde mir gesagt: Schreib so, als würdest du es deiner Oma erzählen. :thumbsup: Also praktisch möglichst einfach und das versuche ich in dem Blog umzusetzen. Da du ja vom Fach bist: Hast du Lust, einmal einen Gastartikel für meinen Blog zu schreiben? Du hast aus dem Kanzleialltag bestimmt auch irgendeinen Fall im Kopf, der für dich absolut nacherzählenswert ist. :D


    Ich bin auch gerne für Vorschläge offen :-)


    Viele Grüße

    Ich glaube, dass der Hintergrund von solchen Formulierungen "fühlen Sie sich nicht angegriffen" ist, dass bekannt ist, dass Wertungen - auch wenn sie dem Bewerteten nicht gefallen - u. a. durch die grundrechtlich verbürgte Meinungsfreiheit geschützt sind; Im Grunde kann da rechtlich nichts gemacht werden.


    Außerdem gibt es auch Anwälte, die u. a. wegen versuchter Nötigung verurteilt werden, da sie mit ihrer Autorität Sachen behaupten "z. B. die Forderung für den Mandanten ist rechtens", während sie es nicht ist, und dann gleichzeitig mit teuren Konsequenzen drohen. Ein juristischer Laie lässt sich nicht selten ganz natürlicherweise davon einschüchtern, zahlt vielleicht dann die Rechnung, die er eig. nicht bezahlen müsste, nur um die angedrohten Konsequenzen zu vermeiden.


    Man kann nicht pauschalieren und muss jeden Fall genau einzeln anschauen und bewerten.

    Hallo Henrik,


    Ich hatte kürzlich etwas Ähnliches: Ich habe fünf Paid4-Anbieter getestet und dann fünf Erfahrungsberichte verfasst. Bei einem Anbieter gab es einen Geschäftsinhaberwechsel, ich hatte daher beide Inhaber genannt. Ich sehe es genau wie du es siehst, es m. E. wichtig, dass es ehrliche Erfahrungsberichte gibt. Da der ehemalige Inhaber mich jedoch persönlich und freundlich und in einer E-Mail um die Entfernung gebeten hat UND ich keinen Grund hatte, anzunehmen, dass sein jetziges Geschäft nicht rechtskonform geführt würde, habe ich die Angaben unkenntlich gemacht.


    Ich habe dem Herrn das auch aufwändig begründet.


    Von diesen Online Agenturen habe ich schon gehört. Aus meinem Bekanntenkreis ist mir bekannt, dass ein Arzt in einem Ärztebewertungsportal, in dem ja jeder Arzt bewertet werden und aus dem er seinen Namen bis zur Aufgabe der Tätigkeit nicht löschen kann, solche Agenturen beauftragt, um zahlreiche falsche und gute Bewertungen für sich verfassen zu lassen. Die machen das auch professionell: Verschiedene Geräte und IPs, Standorte und Namen. Die Agentur, die dich angeschrieben hat, bietet sogar ein Produkt "Online-PR / Verdrängung" an. Das ist genau das, was der Arzt machen lässt.


    Bei solchen "Herangehensweisen" sind solche ehrlichen Berichte wie unsere natürlich umso wichtiger, auch wenn wir als Einzelpersonen angreifbarer sind als große Onlineportale.


    "Jeder Journalist würde sich über sowas freuen."


    Laut dem BGH ist übrigens jeder Blogger ein Journalist, auch du :-) , da er u. a. in der Regel wertet. Damit wurde in einem Urteil mal bestimmt, dass ein Blog ein entsprechendes Impressum haben muss.