Mit dem Blog Geld verdienen

  • Hallo zusammen,


    gibt es Leute unter euch, die mit ihrem Blog Geld verdienen?


    Ich überlege meinen Blog professioneller anzugehen um evtl auch Geld zu verdienen (als Studentin ist das natürlich nicht schlecht), mir ist durchaus bewusst, dass ich dann ein Gewerbe anmelden muss, aber ich würde gerne eure Meinung wissen:


    1. Um mit dem Blog Geld zu verdienen: Brauche ich ein festes Thema? Ich blogge momentan über Produkttest und Reise, wobei ich vor allem bei Kosmetika als angehende Chemikerin auf die Inhaltsstoffe genau eingehe und diese analysiere. Aber die Themen passen ja nicht wirklich zusammen oder? Und auch die Produkttests, die ich mache sind bunt gemischt: Boxen, Kosmetik, Technik, Deko und viel mehr


    2. Wenn ich meinen Blog professioneller machen würde, wäre es wahrscheinlich am sinnvollsten sich auf die Inhaltsstoff-Analyse und Chemie im Alltag zu konzentrieren, oder? Was kann man da machen: E-Book über Inhaltsstoffe oder Chemie im Alltag, eine App?, Online-Kurse die "Nicht-Chemikern" die Chemie näher bringen?, Analyse von Kosmetika der Nutzer und Beratung?


    Und wenn ich mit meinem Blog Geld verdienen wollen würde, dann "müsste" ich auf die anderen Themen verzichten oder einen zweiten Blog dazu machen?


    Fragen über Fragen, weswegen ich für jede Hilfe sehr dankbar bin :)

  • ich verdiene was und mein Blog ist mehr als Bunt gemischt - wenn Firmen af mich zukommen, dann in der Regel genau deswegen, da Persönlichkeit und was Eigenes hinter dem Blog steckt.


    Worauf du dich fokussierst, das kommt drauf an, worauf du Lust hast, woran du dauerhaft Spass haben wirst und wovon du vor allem Ahnung hast.


    Wenn es um das Thema Chemie und Kosmetika geht, fände ich Aufklärung über Mythen, die in der Beautyszene so umgehen, toll, ne Erklärung, was welche Stoffe genau machen und wie sie wirken.


    Und nein, du musst nicht verzichten, solange es bei den Lesern ankommt und authentisch ist und dir Spass macht.
    Die Frage ist, wie professionell soll es werden...?


    Falls du wirklich mit dem Ziel Berufsbloggen an die Sache rangehen willst, ist ein Konzept und der Aufbau einer Marke wesentlich essentieller, als wenn du einfach nebenher ein bisschen Kooperationen und Geld mitnehmen willst....


    Du kannst ein Ebook ja auch zum kostenpflichtigen Download anbieten, muss ja nicht teuer sein, aber wenn man da ein ganzes Buch zusammenschreibt, darf man ruhig auch was verlangen.

  • Danke für deine Antwort :)


    Ich hatte jetzt überlegt ob ich quasi zweigleisig fahren soll.
    Ich würde dann auf meinem jetzigen Blog weiter Reiseberichte und Tests zu nicht kosmetischen Produkten oder auch an Blogparaden teilnehmen.
    Und einen ganz neuen Blog machen der sich nur um Chemie und Inhaltsstoffe dreht... D.h. neuer Name etc.


    Ich habe jetzt auf meinem Blog schon über Mythen geschrieben wie Aluminium in Antiranspiranten, Acetonfreier oder -haltiger Nagellackentferner, oder auch Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln; aber eben auch die Inhaltsstoffe von Kosmetika unter die Lupe genommen und diese bewertet.


    Berufsblogger nicht unbedingt, aber mein Ziel wäre es schon Geld dazu zu verdienen, denn das Studium dauert noch und irgendwie muss man das ja finanzieren :)

  • Bedenke, wenn du 2 Blogs führst und einen davon speziell, um Geld z u verdienen, dass beide Regelmäßig upgedatet werden müssen udn falls du jetzt einen neuen Blog, der speziell monetisiert werden soll, beginnst, dass erstmal einige Monate Wartezeit und intensive Arbeit auf dich zukommen, der Blog muss aufgebaut und gefüllt werden, bei Google gelistet etc.
    Viele Aufträge kommen erst mit ner bestimmten Reichweite, die muss man sich ja aufbauen, das dauert, das geht nicht von heute auf Morgen.


    Und es kann schnell, gerade im Studium, Zeitprobleme geben, damit ein Blog monetarisiert werden kann, GERADE in dem Feld Kosmetik, da muss VIEL auf dem Blog kommen, du hast halt, und da kommen andere Blogger nicht mehr nur als Kollegen und Freunde, sondern auch als Konkurrenz dazu. Nicht welche, die man quasi ausschalten muss - Zusammenarbeit ist immer noch genau so wichtig, wenn nicht noch mehr als je zuvor - sondern welche mit denen man halt mithalten können muss. Zumindest, wenn man Einnahmen generieren will, von denen man auch was hat.


    zur Professionalität gehört zum Teil auch Equipment, ein kleines Studio für gute Produktfotografie (deine Bilder sind teilweise etwas körnig und vor allem bei dem Lippenpflege Post hätte ich die Bilder nachbearbeitet, Kontrast, Hintergrund, Helligkeit etc. da geht noch so viel mehr - wer mit seinem Content Geld verdienen will, der muss halt auch professionell sein. Die Firmen sind von immer perfekter werdenden Bloggern verwöhnt, das muss man bedenken, dass man da auch quasi "Mithalten" muss...


    Generell ist Geld verdienen mit Bloggen nicht unmöglich udn kein Teufelszwerk, GEZIELT den Blog monetisieren aber schon wieder etwas schwieriger und mit sehr viel Arbeit verbunden. Hast du die Möglichkeit, die nächsten Jahre konstant mindestens 5 HOCHWERTIGE Posts herauszubringen...? (Angesichts der Tatsache, dass pro Post ca. 5 - 8 Stunden drauf gehen, bei Reviews tendenziell eher 8, bei so präzisen und in die Tiefe gehenden Angaben zu Inhaltsstoffen tendenziell noch was mehr, das sind dann schon mal mindestens 40 Stunden im Monat, Social Media Arbeit, Werbung, Vernetzung, Papierkram, Bürokram, Buchhaltung, Maulverkehr mit Partnern etc. NICHT mit eingerechnet..) Und mit Mindestens meine ich - Ziel ist immer mehr als die Mindestanzahl, qualitativer Content und das Dauernd, Regelmäßig und auf Dauer ist ein Muss, wenn du gezielt monetisieren willst in dem Bereich.
    Das kann im Studium schnell eng werden und es macht Druck. Du bloggst nicht, weil du gerade Bock hast, sondern weil du teilweise "musst" - noch doofer, wenn mehrere Kooperationen in kurzen Zeitraum fallen, das macht noch mehr Zeitdruck und Druck, auf Anhieb kreativ zu ein und produzieren zu müssen, gerade in Prüfungsphasen eventuell auch nicht ideal.


    Sind halt alles Punkte, die man bedenken muss und eben, dass es nicht von Heute auf Morgen geht, sondern täglich mehrere Stunden Arbeit am Blog - wenn auf dem Blog nichts kommt, müssen FB Seite und Instagram Seite etc. gefüttert werden, damit die Follower am Ball blieben. Dein Job ist da quasi das Dauerentertainment der Follower, denn die brauchst du, die Reichweite brauchst du, um überhaupt einen Angelpunkt zu haben, Geld zu verdienen...



    Ich glaube, ich hab dazu auch mal nen Artikel geschrieben, bin mir gar nicht mal mehr so sicher...

  • Also das das sehr zeitaufwendig ist und ich mich vor allem in die Bildbearbeitung noch was einlesen und einarbeiten muss ist mir durchaus klar.
    Aber ich frage mich halt ob es überhaupt nen Markt für einen solchen Blog gibt?
    Gerade meine Artikel mit den Chemie-Mythen und -Fakten habe ich viele Aufrufe, die von Google oder über Facebook zu mir kommen.
    Ich bin mir halt unsicher, ob man bei einem solchen Thema überhaupt genug Traffic und Follower bekommt um daraus Geld zu ziehen

  • Man muss bedenken, was gerade beim Monetisieren eben wichtig ist, je kleiner deine Nische, desto eher kann man sich mit Fachwissen und Qualität etablieren. Kann aber halt auch mit großen Einschränkungen mit sich kommen, wenn man seine Nische zu fest setzt - 2 Blogs ist zwar ne nette Idee, aber halt DOPPELTE Arbeit, die Social Media Promo muss ja quasi für beide gleich sein, damit beide gleich gut laufen, bzw. man hat die massive Arbeit mit dem Blog, den man wirklich pushen will, weils der ist, der Geld bringt / bringen soll und dann für den anderen nicht mehr genug Zeit hat.... Das kann halt alles was frusten, man muss sich ganz sicher sein, dass man eine so eingeschränkte und feste Nische will und in dem Bereich aktiv sein will und das auf Dauer und Jahre. Das ist sicherlich auch Persönlichkeitssache - einige können das, so Blogs laufen wunderbar, die Leute sind in ihrer Nische happy und wollen auch über gar nichts anderes schreiben und dann gibt es so Leute und Blogger wie mich: all over the place, wortwörtlich im realen Leben all over the world sogar, bei mir klappt das, weil es authentisch wirkt, weil die Leute mich auch genau so kennen. Bei mir würde ein Festlegen auf ne Nische nicht klappen, trotzdem laeuft die Monetarisierung gut - entgegen vieler Stimmen, die man in Profi Foren oft so hört - wobei man bei denen bedenken muss, dass das oft Firmenblogs sind, wo wieder andere Grundsätze gelten... Ich habe Kooperationen in ganz vielen Bereichen, Lifestyle Mode Beauty...


    Wer mit dem Blog Geld verdienen will, sollte sich ein Konzept überlegen, mit dem er auch dauerhaft glücklich ist - da muss man definitiv auf Jahre denken.


    Möglichkeiten zum Geld verdienen gibt es ja auch viele verschiedene, die zusammenwirken und damit dann deinen Umsatz bringen: Adsense, AffiliateProgramme, Sponsored Posts, Brand Partnerships oder sogar Ambassadorships, Social Media PR, Modeling etc.



    Und man bedenke, Beauty ist halt eben auch ein oberflächliches Thema, da kommt man nicht drum rum, die neuesten Hype Produkte, die neuesten Methoden, Beautytrends, neue Techniken etc. kommen andauernd auf, ein bisschen up to date muss man da bleiben. Im Bereich Beauty ist es IMMER Hilfreich, auch gute Schmink-Posts zu haben. Jemandem, der sich offensichtlich oft schminkt und technisch Ahnung hat und wohl offensichtlich in der Materie steckt, dem traue und vertraue und glaube ich eher, als jemand, der nie so was postet. Klar, ich werde tendenziell bei nem Zahnarzt mit ungeachtet Zähnen, Friseuren mit ganz schlimmen Haaren, etc. auch skeptisch und als Blogleser habe ich ja keinen anderen "Beweis" deiner "Qualifikation" - und gute Makeup Posts sind halt auch ideales Lock- aber auch schnelles Füllmittel für den Blog mit nur ca. 3 - 4 Stunden an Arbeit...


    Zur Orientierung: in Fachkreisen in der Bloggerszene in den USA (ich habe ein paar Blogging Seminare hier mitgemacht etc.) gilt zum Beispiel für die wichtigsten 2 Social Media Kanäle folgende ideale Post Vorgabe: ca. 4 Posts über den Tag verteilt in Regelmäßigen Abständen im Durchschnitt pro Tag pro Social Media Kanal wie (Instagram, Facebook, Google Plus) - mindestens 1 Mal täglich aktiv sein auf weiteren begleitenden Social Media Plattformen (Pinterest, Lookbook, Polyvore etc. ) und mindestens 2 - 3 Blog Posts die Woche, wer wirklich Geld verdienen will, der hat oft ein Pensum von 2 - 3 Blog Posts pro Tag (schau MacCarrie an, Temptalia, Magimania ( da kommt mindestens taeglcih einer) etc.
    Ich habe mittlerweile fast alle Hobbies aufgegeben, der Tag dreht sich um die Kinder und Tiere und dann - um den Blog - weil für viel Anderes nicht mehr viel Zeit über ist und ich habe es immer noch nicht geschafft, ein gutes Pensum mit den Kindern zu vereinbaren (sind beide auch noch sehr klein - Fakt is tauch, Leute, die richtig Kohle verdienen, die haben halt dann Kinderbetreuung, weil eben teilweise n krasses Arbeitspensum da ist)...


    Meistens ist es halt so, dass es sich einfach entwickelt, dass ein Blog immer bekannter wird (das ist ja das erste, was passieren muss, bevor man überhaupt als Partner interessant ist) - du musst erstmal FAME kreieren quasi, ohne gehts nicht, das ist halt die Szene...
    Das kann sehr frustrierend sein, wenn man da gezielt dran arbeitet, weil der Frust dann Kontraproduktiv ist, weil es ohne Leidenschaft und Herzblut halt auch nicht geht, zumindest nicht lange.
    Das klingt alles so negativ, aber wer GEZIELT den Blog monetisieren will "Ich will das Studium finanzieren" das ist ein recht hohes Ziel und bedeutet eben, dass du gut planen und dir eine Marke aufbauen musst und viel Arbeit reinstecken musst, du musst ja das wofür andere teilweise 3 - 4 Jahre bloggen und langsam alles lernen (Bilder richtig machen, Posen, Mit Fotografen arbeiten, schöne Produktbilder machen etc.) in kürzestmöglicher Zeit erarbeiten, inklusive einer grossen Followerschaft, um überhaupt als Partner attraktiv zu sein. Deine Follower sind neben der Qualität die du in deinen Posts lieferst, das, was du den Firmen quasi verkaufst, wenn man so will, bzw. das was dich für sie attraktiv macht.

  • Chemie, Inhaltsstoffe etc. ja auf jeden Fall, aber wie gesagt, im Falle des BLOGS will ich da mehr, WEbisten zu Chemikalien etc. gibt es viele, ich lese es aber trotzdem lieber von nem Blogger, den ich eh schon "kenne" der mit seinen MAkeups zeigt, dass er Ahnung und Leidenschaft für das Thema hat etc.
    Als alleiniges Thema sehe ich das schwer, als deine fachliche Superpower" quasi aber ideal .


    Wenn ich dann aber halt so Blogger lese, dass Erpel das gleiche ist, wie Olaplex, dann ists halt schon komplett rum, da lese ich nie wieder was. Wobei dir mit deinem Studium das nicht passieren sollte, so dass das Ideal ist.


    Was ich mir auch gut vorstellen kann, ist, wenn du mit anderen Bloggern Partnerst, vor allem in der Anfangsphase, als Berater bei Posts hilfst, einen k kurzen Blick auf Inhaltsstoffe wirfst und dann im Gegenzug erwähnt und jedes Mal verlinkt wirst. So baust du Reputation auf, bist verbreitet, ohne selber massive Arbeit zu haben und sammelst wertvolle Back-Links und etablierst dich als Fachfrau in dem Bereich