Gewerbe - Was muss ich da alles machen?

  • Hallo :)


    Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt ein Gewerbe anzumelden. :)
    Nun meine Frage: Was kommt da alles auf mich zu?
    Ich weiß schon das es recht einfach ist eins anzumelden. Aber was kommt danach? Was muss ich beachten? Wie macht ihr das? Ich hoffe ihr könnt mir da helfen. :) Ich werde demnächst auch mal beim Finanzamt anrufen. (Deren Arbeitszeiten hätte ich mal gerne....)


    Danke :)


    LG
    Cedric

  • Haha.. Öffnungszeiten sind ja nicht gleich Arbeitszeiten ;) Aber die sind dennoch sehr unpassend, da hast du wohl recht :)
    Ich war hier nicht mal direkt beim Finanzamt, sondern beim Gewerbeamt. Die haben das dann weitergeleitet. :)
    Den Unterschied macht es vor allem bei der Steuer. Du musst halt einen Wisch mehr ausfüllen, was aber auch kein zu großer Aufwand ist. ;)
    Solange du mit deinen Einnahmen unter der 450 €-Grenze bleibst, ist es auch wie ein Nebenjob, also was die Steuern angeht. ;)
    Was ich z.B. bei der Fußpflege noch machen musste, ist mich bei der Handwerkskammer registrieren zu lassen. Dafür zahle ich jetzt jährlich Geld, ohne irgendeinen direkten Nutzen davon zu haben. Ist halt leider Pflicht. Auch die hat mich aber von sich aus angeschrieben, als mein Gewerbe angemeldet war. :)

  • Du gehst zum Gewerbeamt, oft ist das auch in einem "Bürgerbüro" mit drin und sagst, dass du ein Gewerbe anmelden möchtest. Spätere Erweiterungen, Ummeldungen, etc. kosten extra, daher am besten alles was du dir vorstellen kannst gleich angeben. Ich hab z.B. Webdesign mit drin, obwohl ich das gar nicht mache, aber ich könnte es mir vorstellen.
    Mein Gewerbe umfasst nun Selbstverlag, Autorenservice (Korrektorat, Formatierung), Online-Marketing, Werbung, Texterstellung, Webseitenerstellung, Webdesign. Aktuell mache ich davon wirklich Werbung (Partnerprogramme), Texterstellung und das Korrektorat, alles andere ist vorausschauend gleich mal angegeben für den Fall dass ich es irgendwann mache.


    Das Gewerbeamt leitet es ans Finanzamt weiter, da bekommst du dann noch einen Bogen zur Unternehmensanmeldung, bei uns bekommt man den gleich mit, in Stuttgart hat man ihn mir zugeschickt. So lange du unter 17.500 Euro im Jahr verdienst, würde ich die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, kannst du dann ankreuzen und brauchst dich nicht mit Umsatzsteuer rumplagen. Und dann musst du halt einmal im Jahr ne Steuererklärung machen.

  • Das Thema ist zwar schon älter, aber ein neues wollte ich nun nicht unbedingt eröffnen, da mein Anliegen das selbe ist. Ich bin aktuell auch am überlegen und wer Berlin kennt der weiß -> Ämter meidet man, so gut es geht :D Ich möchte vorab abschätzen können, ob ein Infotermin überhaupt Sinn macht. Viele Mitarbeiter sind ja scheinbar nur da, um den Kaffeevorrat niedrig zu halten und immerhin arbeite ich immer dann, wenn das Amt geöffnet hat - Jippi!


    Ich lese überall die magische Grenze von 17.500 EUR im Jahr. Nur - was ist wirklich gemeint? Ich habe nun unzählige Plattformen durch und bin noch verwirrter:


    1)
    Einige schreiben: 17.500 EUR im Jahr an Einnahmen, die der Blog abwirft.
    Andere schreiben, dass hiermit sowohl der Blog, als auch der Verdienst im Hauptberuf gemeint ist. (Das wäre der größte Mist)


    2)
    Ich habe mich testhalber auch einmal auf der Berliner Seite rumgetrieben, wo der Schein online beantragt werden kann. Jedoch habe ich bei der Beschreibung der Tätigkeit gestockt. Viele schreiben: Gib so viel an, wie Du kannst und alles, wo du dir vorstellen kannst, dass es zukünftig von dir abgedeckt wird. (Seo-Optimierung, Produktbeschreibung für Shops, Artikelverkauf auf dem Blog, Affili, etc wäre es bei mir)


    Doch, kommt es dort tatsächlich hinein, oder wird dies extra angegeben? Einige sind auch nur unter "Internet Dienstleistung" angemeldet. Das kann ja auch absolut alles sein *fg* Zudem: Einzelunternehmen, sollte angegeben werden, wenn ich richtig liege?


    Je mehr Blogs und Foren man dazu liest, umso verwirrter ist man :(


    Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps für mich. Bestenfalls hat hier schon jmd das Online-Formular in Berlin genutzt und kann mir da vielleicht für Fragen zur Seite stehen. Ich möchte nur ungern bei der Steuererklärung einen Herzinfarkt bekommen o_O

  • Zu Berlin kann ich nichts sagen, aber ein Gewerbeamt, ich glaube Stuttgart war es damals, hat Internet-Dienstleistungen als zu wenig präzise abgelehnt.


    17500 Euro bezieht sich nur auf den selbständigen Job, in dem Fall das Bloggen und ist die Grenze, bis zu der man als Kleinunternehmer gilt, also keine Umsatzsteuer abführen muss. Für die Frage, ob man ein Gewerbe anmelden muss oder nicht, ist der Betrag jedoch irrelevant.


    Gleich möglichst viel reinschreiben ist deshalb sinnvoll, weil du sonst für alles, was du dazu nimmst, dein Gewerbe ergänzen musst, und das kostet dann. Also wenn du dir jetzt z.B. vorstellen kannst, in ein, zwei Jahren Blogs für andere zu bauen, dann würde ich gleich Webdesign oder so was mit reinnehmen.

  • Ich möchte diesen Schritt nun auch gehen und habe mir da lange Zeit Gedanken zu gemacht und viel gelesen, habe aber von vielen gesagt bekommen, dass so eine Gewerbeanmeldung echt nicht aufwendig ist und ich das einfach sicherheitshalber tun sollte. Habe generell einige Selbstständige in der Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis, die mich da ermuntert haben. Ich hoffe ja, dass ich mit der Bezeichnung Internetdienstleistung keine Probleme bekomme, denn ich weiß, das viele Blogger das als Bezeichnung angegeben haben und das halt ein weit gefasster Begriff ist. Aber mal schauen, wie das bei mir läuft. Da ich auf dem Land in einem kleinen Dorf lebe, bin ich mir nicht mal sicher, ob man sich hier mit einem Blog überhaupt auskennt xD. Würde aber wie gesagt gerne immer mal bezahlte Artikel schreiben, an Partnerprogrammen teilnehmen (gerade Amazon wäre da für meinen Blog interessant) und mir die Möglichkeit offen halten vielleicht auch kleinere Jobs als Texterin anzunehmen. Ich weiß, dass man mit all diesen Sachen nicht die Welt verdient, aber fürs Studium ist es ein schöner Nebenverdienst, den ich mir frei einteilen kann und wo ich ungebunden bin. Somit mal schauen, was bei rumkommt.


    Und wie alle schon gesagt haben, so lange man unter dne Grenzen bleibt, muss man da auch nicht viel machen. Ich weiß nur, dass man bei dieser Kleingewerbe Regelung ja nur eine Ein- und Ausgabenliste abgeben muss. Was zählt denn dann alles konkret zu den Ausgaben? Ich habe schon mal eine Domain, die da mit drunter fallen würde, aber muss ich mir dann auch einen eigenen Stundenlohn festlegen, der als Ausgabe zählt? Weil bis auf die Domain fallen gerade sonst noch keine weiteren Ausgaben an, da ich mich ja jetzt nicht selbst hoste. Und gebt ihr in dieser Ausgaben Liste auch Produkte an, die ihr zugeschickt bekommt? Habe schon in Facebook gelesen ,dass viele die dann als Arbeitsmittel verbuchen und das somit dann keine Einnahme darstellt.

  • Nein, du darfst dich nicht selbst bezahlen, du bist das Unternehmen, du zahlst dir keinen Lohn, den du geltend machen könntest. Da zählen nur Ausgaben für andere Mitarbeiter. Würdest du z.B. jemanden beauftragen, der Deine Artikel korrigiert, dann wäre das eine Betriebsausgabe.

  • Nein, du darfst dich nicht selbst bezahlen, du bist das Unternehmen, du zahlst dir keinen Lohn, den du geltend machen könntest. Da zählen nur Ausgaben für andere Mitarbeiter. Würdest du z.B. jemanden beauftragen, der Deine Artikel korrigiert, dann wäre das eine Betriebsausgabe.

    Achso okay, gut zu wissen.


    Also kann ich dann konrekt als Ausgaben jetzt nur sowas wie Domainkosten, Hostinggebühren, Programm, Layouts etc. berechnen. Und was übrigbleibt ist dann mein Gewinn in dem Monat?

  • Ja, allerdings rechnet man in der Regel aufs Jahr, das kommt dann alles mit in die Steuererklärung. Für die brauchst du eine Einnahme-Überschussrechnung. Sprich du rechnest alle Einnahmen aus dem Jahr zusammen und alle Ausgaben, ziehst die Ausgaben von den Einnahmen ab, und was bleibt ist dein zu versteuernder Gewinn.

  • Ja, allerdings rechnet man in der Regel aufs Jahr, das kommt dann alles mit in die Steuererklärung. Für die brauchst du eine Einnahme-Überschussrechnung. Sprich du rechnest alle Einnahmen aus dem Jahr zusammen und alle Ausgaben, ziehst die Ausgaben von den Einnahmen ab, und was bleibt ist dein zu versteuernder Gewinn.

    Genau, in der Form kannte ich das auch. Danke an dich, dass du mir da aber noch die letzten Unsicherheiten genommen hast ;).